Hannover / Südtadt / Bult
Besuchen Sie uns auf http://www.jesse-jeng.de

DRUCK STARTEN


Aktiv für Hannover
27.05.2019, 03:45 Uhr
Städtische Hafengesellschaft darf nicht als Schattenhaushalt zur Verschleierung unsolider Haushaltsführung dienen!
 
Hannover Hafen -
Am 27.05.19 wurde dem Betriebsausschuss Städtische Häfen der Jahresabschluss der Städtischen Hafengesellschaften vorgelegt. Dabei sind dem Ratsherrn und Sprecher der CDU Jesse Jeng betriebswirtschaftliche Unregelmäßigkeiten aufgefallen:

Grundsätzlich hat die Hafengesellschaft auch das Jahr 2018 mit einem bilanziellen Gewinn abgeschlossen. Daher scheint es auf den ersten Blick nur folgerichtig, dass die Gesellschaft der Stadt Hannover auch für diesen Berichtszeitraum eine Ausschüttung von ca. 1,5 Mio. Euro genehmigt hat. Auf den zweiten Blick wird allerdings die fehlende Solidität dieser Entscheidung deutlich. Aus der Liquiditätsrechnung des Unternehmens (Cashflow-Rechnung) wird deutlich, dass das Unternehmen nach Investitionstätigkeiten noch ca. 1,7 Mio. Euro liquide Mittel übrig hatte von dem, was sie durch ihre Geschäftstätigkeit im Berichtszeitraum erwirtschaftet hatte. Diese 1,7 Mio. Euro investierte das Unternehmen dann nahezu vollständig in die Tilgung von Krediten. Damit sind die liquiden, erwirtschafteten Mittel des Jahres eigentlich aufgebraucht gewesen. Umso erstaunter zeigte sich der Betriebswirt Jeng über eine zusätzliche Ausschüttung an die Landeshauptstadt Hannover in Höhe von ca. 1,5 Mio. Euro, die sich das Unternehmen aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit eigentlich nicht leisten konnte: „Eine solche Entscheidung dürfte eigentlich kein Kaufmann verantworten! Das sich die Stadt einen ordentlichen Schluck aus der Pulle genehmigt und damit die Hafengesellschaft im Grunde ausbluten lässt!“

Der Geschäftsführer der Hafengesellschaft Herr Ohm bestätigte auf Jengs Nachfrage im Betriebsausschuss, dass die Entnahmen der Stadt vor dem Hintergrund der fehlenden zukünftigen zusätzlichen Ertragsfelder der Hafengesellschaft nicht nachhaltig seien. Er bestätigte ferner, dass vor diesem Hintergrund und bei fortgesetzter Entnahmepraxis die Hafengesellschaft eines Tages Kredite aufnehmen müsste, um die Entnahmepraxis der Stadt sowie die Pensionen ehemaliger Mitarbeiter zu finanzieren. 

Ratsherr Jeng dazu: „Es kann nicht sein, dass sich die Stadt eines ausgeglichenen Haushaltes rühmt und dann gleichzeitig die Städtische Hafengesellschaft als Schattenhaushalt nutzt! Dies schadet durch fehlende Investitionsmittel dem Unternehmen, dem Hafenstandort Hannover und den Mitarbeitern des Unternehmens! Diese unseriöse Praxis muss umgehend eingestellt werden!“